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Du bist wertvoll!

Ein Satz, wie man ihn vielleicht eher von einer billigen Spruchkarte erwartet hätte. Doch im Zeitalter von Facebook, Google und Amazon ist er doch durchaus passend gewählt. Warum sind Unternehmen heutzutage so stark an unseren Daten interessiert?

Unsere Datenspur im Netz

Die Internet-Giganten sind inzwischen ein Bestandteil unseres Alltags geworden. Die Dienste sind meist kostenlos, praktisch und intuitiv zu nutzen. Wir verwenden sie, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben und unsere Erlebnisse zu teilen, um auf Shoppingtour zu gehen oder auch um nach Informationen zu suchen.

Durch unser Verhalten im Internet produzieren wir selbst große Datenmengen, welche wiederum für die Unternehmen von großem Interesse sind. Sie verfolgen, wonach wir suchen, welche Seiten wir aufrufen oder für welche Produkte wir uns interessieren. Denn wer den Nutzer versteht, kann besser auf seine Bedürfnisse reagieren. Mit dem Aufkommen von Smartphones hat sich die Internetnutzung noch einmal verändert. Im Grunde kann nun jeder, von überall aus, auf das Internet zugreifen. Die Menge der dadurch produzierten Daten steigt rasant weiter an.

So viele Daten – und jetzt?

Die Daten in ihrem Rohzustand machen allerdings zunächst nur eines: Speicherplatz belegen. So sind die Daten mehr oder weniger wertlos und verursachen durch ihre Speicherung zudem noch hohe Kosten. Stellte die Auswertung der Datenmengen die Unternehmen bis vor wenigen Jahren noch vor eine große Herausforderung, ändert sich dies aktuell durch laufende Entwicklungen entsprechender Technologien.

Unter dem Begriff „Big Data“ lässt sich sowohl die Speicherung, als auch die Auswertung der großen Datenmengen zusammenfassen. Erst durch die passende Auswertung können aus den Rohdaten brauchbare Informationen extrahiert werden, welche für Unternehmen als Entscheidungsgrundlagen einen wirklichen Mehrwert bedeuten können. Diesen Schritt der Datenaufbereitung bezeichnet man auch als Veredelung.

Was sind meine Daten wert?

Keine einfache Frage, denn die Umrechnung der Daten in wirkliche Werte ist von vielen Faktoren abhängig. Wichtig ist hierbei die Qualität der Daten und in welchem Kontext sie verwendet werden, also wer die Daten benutzt und mit welchem Ziel er dies tut. Facebook und Google beispielsweise verwenden die Erkenntnisse aus ihren Analysen für zielgruppenorientierte Werbeplätze, worüber den Daten direkt ein Wert zugewiesen werden kann.

Weltweit stellen sogenannte Datenhändler möglichst umfassende Informationen von Kunden zusammen. Unternehmen, die beispielsweise neue Kunden nach einem vordefinierten Profil suchen, können dann von den Datenhändlern passende Adresslisten erwerben. So lässt sich das Risiko eigener Verluste durch das Ansprechen falscher Zielgruppen verringern.

Auch können Unternehmen das Verhalten ihrer eigenen Kunden dazu verwenden, mögliche Kaufentscheidungen vorherzusehen und somit besonders interessante Kunden im Fokus zu behalten. Hierdurch können relevante Kunden gezielter beworben werden, wodurch Werbebudgets besser eingesetzt und höhere Umsätze erzielt werden.

Der richtige Umgang mit Daten

Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten wird durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der EU geregelt. Unternehmen bekommen hierdurch vorgeschrieben, wie mit der Sammlung, Speicherung und Löschung von diesen Daten umzugehen ist. So kann der Kunde jetzt selber bestimmen, ob seine Daten weiterverarbeitet werden dürfen und kann erfragen, zu welchem Zweck sie benutzt werden.

Durch die Verordnung können Unternehmen von den einheitlichen Regelungen profitieren. So wird beispielsweise der länderübergreifende Datenaustausch innerhalb der EU wesentlich vereinfacht, wodurch sich wiederum neue Chancen ergeben können.

Der Herr der Daten

Als Trainee im Database bekommt man schnell einen umfangreichen Eindruck davon, wie die KLiNGEL Gruppe als ein datengetriebenes Unternehmen am Distanzhandelsmarkt agiert. Wie lassen sich ähnliche Kunden zu Segmenten zusammenfassen und wie werden die Kunden ausgewählt, die ein bestimmtes Werbemittel bekommen? Spannende Themen, mit denen sich im Database täglich beschäftigt wird.

Auch wenn die Daten zur Kundensteuerung wertvoll sind, wollen wir bei der KLiNGEL Gruppe auch nicht den wahren Wert unserer Kunden vergessen. Die Daten helfen lediglich dabei, eine gute Beziehung zwischen Unternehmen und Kunden zu ermöglichen.